Süß geträumt & ausgeschlafen

Nach über 3,5 Jahren haben wir es endlich gewagt – HerrSjardinski hat bei der Oma übernachtet. Und ich frage mich Warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht?

Hier schläft HerrSjardinski heute nicht - genauso wie Affe Coco und Pietje Fuchs.
Hier schläft HerrSjardinski heute nicht – genauso wie Affe Coco und Pietje Fuchs.

Schon zwei Tage vorher war er so aufgeregt und hat aufgezählt, was er alles mitnehmen möchte. Immer wieder fragte er „Übernachte ich jetzt bei der Oma?“. Er konnte es gar nicht abwarten. Und dann war der große Tag da. Wir lieferten ihn ab und fuhren dann auf eine Feier von Freunden. Mit einem guten Gefühl – so wie an den wenigen abenden auch, die wir – mit Babysitter auf der Couch – in den letzten Jahren auswärts zweisam genossen haben. Auf der Feier ab und an ein Blick aufs Handy – alles schien gut zu laufen. Um 1 Uhr waren wir schon wieder daheim – Mann leicht betüdelt und ich super müde. An Ausschlafen am Sonntag war aber nicht zu denken. Schon um 9 Uhr waren wir wach. Die Wohnung – bis auf zwei hungrige Katzen, die am Napf rumlungerten – ungewohnt ruhig. Um 10 Uhr riefen wir bei der Oma an.

HerrSjardinski war schon mit den Großeltern im Garten die Hühner füttern und erzählte uns ganz aufgeregt, dass er vom Kindergarten geträumt habe und nachts dreimal von der Matratze gerollt sei. Er hat uns nicht vermisst. Kein bisschen. Bei Abhohlen die gleiche Masche wie sonst auch: Maulige Rufe wie „Geht weg“ und „Ihr sollt hier nicht sein“. Wir Eltern als Spielverderber des grandiosen Übernachtungstrips. Also nahmen wir einen ziemlich übel gelaunten und etwas unausgeschlafenen HerrnSjardinski mit heim, der am liebsten schon heute wieder bei der Oma übernachten möchte.

Wir packen den Koffer - der Glücksklee-Schlafanzug muss unbedingt mit.
Wir packen den Koffer – der Glücksklee-Schlafanzug muss unbedingt mit.

Also warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht? Gefühlt sind wir die letzten aus unserem Freundeskreis, die ihr Kind für gemeinsame Paaraktivitäten zu Oma & Co. über Nacht bringen. Manche ließen ihr Kind mit 6 Monaten bei den Großeltern übernachten, andere brachten es mit 1 Jahr schon Mal eine Woche zu Oma und Opa und fuhren in den Urlaub. Und wir? Wir trauten uns einfach nicht. Wollten es weder HerrnSjardinski noch den Großeltern „zumuten“. Eine Rolle spielt dabei vielleicht das schlechte Gewissen. Denn HerrSjardinski ist schon seitdem er ein Jahr alt ist zweimal die Woche bei der Oma, seitdem er 1,5 ist zusätzlich noch in der U3. Damit Mama arbeiten kann. Eine Übernachtung wäre dann doch zu viel, dachten wir. Und bei den anderen Großeltern zu weit – falls was ist. Er weint und heim will.

Manchmal ist es als Eltern doch schwer einfach loszulassen. Seinem Kind etwas zuzutrauen. Heute bin ich mir sicher, es hätte auch schon vor einem Jahr so gut geklappt. Wir hätten uns zu zweit ein paar schöne Abende mehr gönnen können – unschwanger. Mit Alkohol und Ausschlafen. Eine Verschnaufpause vom Alltag. Ein Stück „wie früher ohne Kinder“. Ihr wisst schon. Und einem HerrnSjardinski, der sich auf Übernachtungs-Abendteuer freut. Und jetzt kommt in wenigen Tagen Nummer zwei auf die Welt. Dann geht das Spiel von vorne los. Kolätschi.

PS: Ich wurde übrigens auf der Heimfahrt zum zweiten Mal in meinem Leben geblitzt. Es wird also noch ein schönes Andeken an den Abend geben.

Bauernhofbettwäsche, Apfelbettwäsche, Glücksklee-Schlafanzug: ByGraziela
Sternchenkoffer & Tasche: Lässig

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2 Gedanken zu “Süß geträumt & ausgeschlafen

  1. Höho, der Post hätte von mir sein können! Unser kleiner Herr hat mit seinen inzwischen 3 Jahren und einem Monat auch noch nie auswärtig genächtigt obwohl die Lieblingsoma schon sehnsüchtig wartet. Aber irgendwie war ich noch nicht so weit und dann war es eh wurscht, weil der zweite kleine Herr nur 20 Monate später folgte und damit die Motivation für freie Paarabende futsch.

    Alles Gute dir und ich komme wieder mal vorbei schauen!

    Gefällt 1 Person

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