Mehr als nur Stoff – Kindermode selbst genäht

Farbenfroh, bunte Muster, Retroschick – wer auf etwas außergewöhnliche Kinderkleidung steht, findet diese Kombi eher bei nordischen Labels wie Smafolk, Duns oder Tutta. Schick und wunderschön – doch auf die Dauer ist das modische Vergnügen ganz schön kostspielig. Wie bewundere ich da Mütter, die mit einer schnurrenden Nähmaschine zaubern und ihre Kinder selbst einkleiden können.

HerrSjardinski im Nachtfuchs-Hoodie von Zwirnguin
HerrSjardinski im Nachtfuchs-Hoodie von Zwirnguin

Ich habe es auch einmal versucht und mir von meiner Mutter ein 70er-Jahre-Maschinchen ausgeliehn. Die alte Dame wollte aber leider nicht so ganz wie ich. Zehn Minuten genäht, dann den Faden verloren und es gab ein riesen Knäul. Eine halbe Stunde und unzählige Flüche später hab ich es aufgegeben – für immer. Klar, Nähen kann man lernen und mit einer neuen Maschine – einem High-Tech-Ding, das 100 verschieden Stiche drauf hat und nebenbei wahrscheinlich auch noch Kaffee kochen kann – wäre es vielleicht auch gut geganen. Aber es lag nicht nur am Altersunterschied. Geduld, die kann man nicht lernen. Ich jedenfalls nicht. Ich ziehe also den imaginären Hut vor allen, die in ihrer Freizeit stundenlang an Borten, Paspeln und verzierten Taschen wurschteln und am Ende ein bezauberndes Blüschen oder eine coole Lausbubenhose dabei rauskommt.

Während scheinbar jede Dritte im weitläufigen Bekanntenkreis eine halbwegs passable Näherin ist, bin ich froh, wenn ich Mal hier ein Löchlein ausbessern oder Mal da einen Flicken aufnähen kann. Per Hand versteht sich – so wie damals im Nähkurs der Mittelstufe. Auch hierbei ist mein Talent auf Schulniveau Note 2 begrenzt. Tja, so jemand wie ich ist also auf DaWanda angewiesen (möööp – wieder auf Dauer zu kostspielig). Oder auf eine liebe Freundin, die mit Talent und Geduld tausenfach gesegnet ist.

Und wie es das Schicksal so wollte, hat sich im letzten Jahr eine meiner besten Freundinnen – übrigens MisterWins Patentante-in-spe (aber nicht wegen der Nähqualitäten, was denkt ihr denn von mir???) – zu einer wahren Nähqueen entwickelt. Jetzt startet sie bald mit Zwirnguin ihr eigenes Blog, postet aber jetzt schon fleißig auf Instagram. Ein bisschen Schade, dass ich kein Mädchen habe, denn was die liebe Zwirnguin an Kleidchen, Tuniken und Blusen näht, ist einfach so bezaubernd.

HerrSjardinski ist jedenfalls ganz verliebt in seinen Nightfox Hoodie (Stoff von Lillestoff). Da freut man sich fast – aber auch nur fast – über die etwas kühleren Tage.

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