Neben dem Friedhof spielt das Leben – #FantaSpielSpass

Als HerrSjardinski noch sehr sehr klein war, ging ich Kinderwagen schieben ganz oft an „unserem“ Spielplatz vorbei. Doch kein Kind in Sicht. Weit und breit. Klettergerüst, Schaukel und Sandkasten lagen genauso tot und unbelebt da, wie der danebenliegende Friedhof. Wo sind all die Kinder? Einige Monate später fand ich heraus, dass dem Spielplatz erst ab halb vier / vier „Leben eingehaucht“ wird. Klar – NACH dem Mittagsschlaf. Und dann tummelt es sich dort unter den Apfel-, Kastanien- und Ahornbäumen. Es wird gerutscht, gezankt, gegraben und gerannt.

So muss eine Matschhose nach dem Spielplatzbesuch aussehen.
So muss eine Matschhose nach dem Spielplatzbesuch aussehen.

Spielplatz neben Friedhof. Eine seltsame Kombination. Aber auch genial. Jedenfalls hat sich noch keiner wegen der Lautstärke beschwert – krchkrch. Und wir Spielplatzbesucher haben so auch die Möglichkeit, in besonders dringenden Fällen die Toilette der Friedhofskapelle aufzusuchen. Wo gibt es sonst einen Spielplatz mit Klo? Klar kann Kind auch „mal“ ins Gebüsch, aber Mama? Äh – lieber nicht. Unser Spielplatz hat wirklich alles, was man so braucht, nicht? Auf der Wiese Ball spielen, buddeln oder doch Feuerkäfer beobachten? Kinder aller Altersklassen kommen da auf ihre Kosten.

Seit HerrSjardinski krabbeln kann, haben wir daher hier schon sehr viele Nachmittage verbracht. Mal vernieselt, mal kalt, mal sonnig oder windig. Eine Runde „auslüften“ geht hier immer. Doch im Sommer ist es einfach am geselligsten. Wenn wir Mamas uns mit Anhang verabreden, am „Picknicktisch“ oder auf der Decke unter den Bäumen sitzen und mit einem Kaffee in der Hand den Kindern beim Spielen zuschauen. Hachz. Das ist Ruhe und Entspannung. Das ist ein Momentchen Urlaub. Sommer, Sonne. Fehlt nur noch eins….Eis!

Gehört ihr auch zu den Leuten, die im Schwimmbad ihre Decken ausbreiten und dann gleich alles Essbare auffuttern müssen? So dass man nach einer Stunde nix mehr hat? Ich bin da so ein Kandidat. Und wie im Schwimmbad ist es auch auf dem Spieli. Nur ohne das Wassergeplansche! Und falls ich meine Fressbox nicht vergessen habe. Am großen Snack-Buffet hat jeder Spaß, denn Muffins, Kekse sowie Apfel- und Möhrenschnitze werden gern geteilt. Doch an besonders heißen Tagen vermisse ich schmerzlich einen Eiswagen, der schon von weitem angetüdelt kommt – mit leckerem Schoko-Eis im Gepäck. Hallo!!! Alle Spielplätze abklappern und Geld zählen – warum macht das denn keiner? Einmal Gelatti für alle, bitte!

Das der Dorfitaliener den Spielplatz kennt, dafür haben wir jedenfalls schon gesorgt. An einem Kita-freien Vormittag trieb uns Mamas der Hunger und die Unlust zu Kochen zu einer kleinen Idee. Ein Anruf genügte und wir ließen uns für die ganze Bande Pizzen liefern. Leider hat besagter Pizzabäcker ausgerechnet kein Eis – und keinen Eiswagen. Fnäh!

Die Spielplatzsaison ist jedenfalls eröffnet. Ohne Eis, aber in netter Gesellschaft.

Dieser Text entstand aufgrund der #Blogparade „Spielplatz-Geschichten“ von Mama Notes – schaut doch mal vorbei.

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0 Kommentare

  1. Hallo,
    klingt wirklich toll euer Spielplatz-Nachmittag.
    Allerdings finde ich die Lage wirklich komisch. Ich arbeite selbst im Bestattungsunternehmen, kenne den Ablauf von Trauerfeiern. Und dann tobende Kinder im Hintergrund als Kontrast zur Trauerkapelle?

    Liebe Grüße, Heike

  2. Schöner Text! Und jetzt will ich ein EIS……

    Liebe Grüße, Küstenmami

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