Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme

Jessica von feiersun.de hat Bilanz geszogen und fragt nun in die Runde, wie das bei anderen Bloggern ist. Wie hat das mit dem Bloggen begonnen, welchen Stellenwert nimmt das Blog ein und welche Ziele strebt jeder einzelne an. Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Und da ich auch oft über das Bloggen grübele, mache ich gerne bei dieser kleinen Blogparade mit.

Wo der Weg begann? Wie bin ich eigentlich zum Bloggen gekommen?

Ich schreibe eigentlich schon seit dem ich denken kann – sogar als ich noch gar nicht schreiben konnte. Im Alter von vier Jahren nahm ich per Kassettenrekorder meine eigenen Radiosendungen auf, textete eigene Lieder und malte Geschichten. In der Grundschule schrieb ich dann meine ersten Kurzgeschichten und Gedichte. Später war ich bei der Schülerzeitung. Und dann verlor ich eine Zeit lang meine Leidenschaft. Nach einer kleinen beruflichen Fehlentscheidung – ich lernte Verlagskauffrau (worst Anzeigenverkäuferin ever) – fand ich meine Liebe zum Schreiben wieder und veröffentlichte einige Texte und Filmkritiken bei der Zeitung. Dann fing ich an zu studieren: Online-Journalismus.

Vom Business-Blog zum privaten Rumgeblogge

Ich bloggte zum ersten Mal auf PR-Fundsachen (unserem Studienblog, mittlerweile in der 10. Generation oder so), schrieb ein Kapitel in einem Buch zum Thema Corporate-Blogs und beschäftigte mich auch in meiner Diplomarbeit mit Recruiting-Blogs. Nebenbei jobbte ich und verfasste Verkaufs-Texte über diverse Software-Produkte.

Dann war das Studium fertig und ich arbeitete in einer kleinen PR-Agentur. Hier standen eher Pressemitteilungen, Webseitentexte und Advertorials im Vordergrund. Bloggen konnte ich ab und zu auf einem Kundenblog „Generation-Bildung“ (existiert leider nicht mehr).

Der Wunsch nach einem eigenen Projekt wuchs. Ich wurde schwanger, hatte einen Blog-Plan und kam dann doch nicht dazu, das Blog einzurichten. Ich war einfach zu sehr mit Schwangersein beschäftigt. Erst in der zweiten Schwangerschaft konnte ich meinen Plan realisieren, nachdem ich zuerst intensiv twitterte und ständig andere Elternblogs las.

Ich wollte einfach nicht wieder ein Jahr während der Elternzeit aus dem Schreib-Flow rauskommen. Und mittlerweile ist dieses Blog zu meiner kleinen Heimat geworden.

Der Stellenwert im Leben? Was ist der Blog für mich persönlich? Hobby oder Business? Wie verteilt sich die Priorität?

Mein Blog ist mein persönliches Hobby und wird es immer bleiben. Da ich im Berufsleben schon so viel texte, soll mein Blog einfach der Ausgleich sein. Trotzdem möchte ich mich auch hier immer mehr „professionalisieren“. Das heißt, ich mache schöne Fotos, die ich nachbearbeite. Ich kommunizieren auf twitter, facebook und instagram. Ich suche mir Themen, teste auch hin und wieder Produkte oder mache ein Gewinnspiel.

Das kostet alles sehr viel Zeit und Herzblut, so dass ich mittlerweile auch ein Honorar für Kooperationen verlange. Einfach, damit ich meine Unkosten decken kann. Trotzdem nehme ich nicht jede Kooperation an – das Produkt muss mich interessieren und zu mir passen. Vom Bloggen leben kann ich nicht – und ich weiß auch nicht, ob ich das wirklich möchte. Ich lebe ja schon vom Schreiben 😀

Ziele – wo soll es hingehen? Wo will ich hin mit meinem Blog?

Mein erstes Ziel hab ich schon geschafft – ich erreiche mit meinen Geschichten andere Menschen, werde gelesen, tausche mich aus. Ich bin total im Schreib-Flow, konnte meinen Horizont (auch im Hinblick auf meinen Beruf) erweitern und habe Learning-by-Doing echt viel gelernt.

Ich würde mir jedoch schon wünschen, etwas mehr Reichweite zu bekommen. Den Anfang hab ich dieses Jahr gemacht. Denn dadurch, dass nun beide Kinder in der Kita sind und ich mich als Freelancer selbständig gemacht habe, habe ich nun auch mehr Zeit für das Blog. Statt einem Text pro Woche kann ich nun drei bis vier veröffentlichen. Und auch eine gewisse Qualität halten.

Dadurch bekomme ich natürlich mehr Aufmerksamkeit – auch von potentiellen Kooperationspartnern. Ich möchte weiterhin gerne interessante und neue Produkte kennen lernen und darüber schreiben. Vielleicht sogar mit meiner Familie eine Reise antreten dürfen. Oder an einem anderen Projekt als Blogger mitwirken. Meine Neugier mit meinen Lesern zu teilen.

Ich würde mir sehr wünschen, endlich auf coole Blogger-Events eingeladen zu werden. Andere Blogger persönlich kennenzulernen und den ein oder anderen Profi-Tipp abzugreifen. Ja, vielleicht ist mein Hauptziel als (Mama)Bloggerin Anerkennung. Einfach in der Szene wahr genommen zu werden.

Wer weiß – vielleicht winkt irgendwann durch mein privates Geblogge ein richtig cooler PR-Auftrag oder sogar ein neuer Job? Das ist jetzt kein konkretes Ziel. Aber ich lasse die nächste Entwicklung gerne auf mich zukommen. Ich liebe das Schreiben, das Bloggen und alles was dazu gehört. Und bin gespannt, wohin die Reise geht.

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7 Gedanken zu “Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme

  1. Du hast recht, das Bloggen ist wirklich eine spannende Reise. Immer wieder sehe ich, dass Elternblogger auch Bücher veröffentlichen. Wie sieht es in dieser Richtung bei dir aus? Liebe Grüße, Ella

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  2. Hallo Ella,

    ich habe ja kein konkretes Blogthema und bin auch kein Ratgeber. Ich glaube eher nichts, was mit dem Blog zu tun hätte. Kinderbücher würden mich interessieren. Ich hatte mal eins angefangen zu schreiben – aber die meisten Verlage vergeben „Aufträge“. Tja.

    LG, Marsha

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  3. oh was ein schöner Beitrag. Verlink Dich gerne unter meinem Aufruf, dann entdecken Deine Beweggründe vielleicht noch viel mehr Menschen… ich finde es ja immer soooo spannend zu lesen was andere Menschen bewegt und was sie verfolgen.

    Als ich damals anfing zu bloggen, hätte ich auch niemals damit gerechnet , wo es dann hin ging… der Weg war spannend und ist es noch – jeden tag.

    Liebste Grüße
    JesSi Ca

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  4. Sehr interessant! Bei mir sieht es ähnlich aus…vielleicht schaffe ich es ja, demnächst auch übers Bloggen zu bloggen. Ein paar Gedanken dazu habe ich mir dazu jedenfalls nach dem Lesen deiner Bilanz schon gemacht.
    Übrigens vermisse ich ein bisschen dein altes Design…das fand ich wegen der Farben und weicheren Formen irgendwie schöner. Aber „cleane“ Looks sind ja in, merke ich. Und „schön“ ist schließlich Geschmackssache 🙂
    LG aus Holland!

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    1. Oh ja – das würde mich interessieren. Schreib unbedingt dazu!

      Das Design habe ich geändert, da eine andere Bloggerin mein Theme mit den gleichen Farben gewählt hat. Und irgendwie war mir auch alles etwas zu dunkel. Ich wollte gerne die Fotos mehr zur Geltung bringen. Alles zusammen genommen musste ich dann etwas tun. Jetzt seh ich eben so aus wie alle anderen 😛

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