Einkaufen mit Baby – eine Sportart für sich

So friedlich geht nur zu Hause.
So friedlich geht nur zu Hause.

Einkaufen mit zwei Kindern ist eine Sache für sich – so eine Art Sportdisziplin. Mit einem fast Vierjährigen durch die Supermarktregale zu schlendern hasten, der im Idealfall noch einen kleinen Kindereinkaufswagen schiebt, grenzt da fast an halbwegs entspanntes Einkaufen. Vorausgesetzt, es gibt keine Diskussion, was die Einkaufsbegleitung sich aussuchen und in den Wagen packen darf. Bei HerrSjardinski haben wir das ganz gut hinbekommen. Er weiß in der Regel, dass es nur EINE Sache gibt, die er mitnehmen darf. Meist ist es etwas Süßes (Schokostangen mit diesem flüssigen Zitronen-Orangen-Zeugs drin) oder Slaziges (Chips *grummel*), manchmal aber auch eine Flüssigseife (weil die „sooooo gut riecht“) oder ein Tütchen Kinderbadeschaum. Einmal schob er einen Bierkasten zur Kasse – das ging dann doch zu weit! Mit zwei Kindern sieht das Ganze wieder anders aus. Wobei man meinen könnte, ein schlafendes Baby würde nicht weiter den Einkaufsfrieden stören. Tut es aber schon – irgendwie. Kommt auf die Wahl der „Sportausrüstung“ an.

Taschen links, Körbchen rechts

Ich hatte ganz vergessen, wie sehr diese Schlepperei nervt. In unserem Fall Schlepperei im MaxiCosi. Denn neben den Einkäufen, muss auch noch das Körbchen mit dem Baby zum Auto und vom Auto in die Wohnung. Puh – anstrengend. Beckenboden lässt Grüßen!

Einkaufswagen mit Aufsatz

Schlepperei beim Einkaufen muss nicht sein. Es gibt ja diese Einkaufswagen mit dem Aufsatz zum Abstellen vom Baby im Körbchen. Da könnte man ja meinen „Mensch, was für eine clevere Erfindung“. Denkste. Ist ja schön, dass man das Baby auf Augenhöhe hat, wenn man es erstmal da hoch gehievt hat (wird von Mal zu Mal ja auch schwerer so ein Baby). Aber ich würd auch gern sehen, wohin ich mit dem Ding durch die Regale fahre. Zig Entschuldigungen, weil man andere fast umfährt, und diverse Extrarunden, weil man am Regal vorbeigefahren ist, machen den Einkauf nicht gerade entspannter.

Körbchen im Einkaufswagen

Da es diese pseudo babytauglichen Einkaufswagen nicht überall gibt und ich mir auch keinen Bruch heben will, stell ich das Baby im Körbchen meist in einen normalen Wagen. Und bau meine Einkäufe drum herum. Is nur ein bissel unbequem, wenn man einen Großeinkauf vor sich hat. Da trohnt dann das kleine Schnuckelchen zwischen Milchtüten, Dosentomaten und dem Olivenöl und hat praktischerweise die Salami und den Käse auf dem Schoß. Und wohin jetzt mit dem Klopapier?

Kinderwagen als Einkaufswagen

Für den kleinen Einkauf eignet sich auch der Kinderwagen prima als Einkaufswagen. Two-in-one quasi und Baby hat es bequem. Doof nur, wenn man dann beim Bezahlen die Tüte Kaffeebohnen aus dem Netz unterm Wagen vergisst, das auf dem Heimweg merkt und weil man ja ein ehrlicher Mensch ist, wieder zurück gondelt.

Der Babyrüttler

Hat man dann das schlafende Baby im Körbchen im oder auf dem Einkaufswagen und denkt „Noch schnell in Ruhe das Abendessen einpacken und ab nach Hause“ – Pustekuchen. Die Supermarktarchitekten haben nämlich an der Schwelle des Konsumtempels einen Babyrüttler eingebaut. Schiebt man den Einkaufswagen über die Schwelle des Grauens, wird das Kind ordentlich durchgeschüttelt und ist wieder hellwach. Wäääh – aus mit der Ruhe. Ansonsten dienen die Lamellen wohl auch dazu, Dreck und Wasser aus dem Einkaufsmarkt zu halten, aber was weiß ich schon.

Im übrigen sind diese Disziplinen nur die, die mir in dieser Woche mit – wohlbemerkt – schlafendem Baby aufgefallen sind. Schwierigkeitsgrad mit Alter und erlernten Fähigkeiten des Babys aufsteigend (wenn es erstmal die Salami von seinem Schoß greifen kann – Hüüülfe). Und auch der Trotz des großen Bruders macht es bestimmt dann und wann etwas anstrengender. Ich bekomm jetzt schon nen Schweißausbruch.

 

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5 Gedanken zu “Einkaufen mit Baby – eine Sportart für sich

  1. Eine Zeitlang hatte mein Großer richtig Spaß am Einkaufen, neuerdings wird es echt anstrengend… „eigentlich wollte ich ehrlichgesagt heute noch mal…“ wahlweise Gummibärchen, Vanillepudding oder Eis… letztens hat er eine Aubergine eingepackt. Ich durfte die nicht auspacken, es gab ein Riesengeschrei. Momentan kann ich ihn damit bei Laune halten, dass er am Ende bezahlen darf. Wobei das manchmal einen rieisgen Kassenstau verursacht…

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    1. NathalieK, das mit dem Kassenstau kenn ich. 🙂 Der HerrSjardinski muss dann immer noch den Kassierern einen Schwank aus dem Leben erzählen „Mein Papa hat sich Mal an einer Kerze verbrannt. An der Hand.“ oder „Der heißt MisterWin. Mein kleiner Bruder. Der schreit immer die Brust an“.

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  2. MamaOTR

    Darüber wollte ich auch schon bloggen, hab’s aber versifft ;-)) Du hast soooo recht. Diese fiesen Aufsätze für die MaxiCosis in den Einkaufswagen sind Bullshit. Ich hol mir fast einen Bruch beim Raufhieven und dann sehe ich nichts mehr und fahr in alles rein, was nicht bei 3 aus dem Weg ist. Bin froh, wenn die MaxiCosi-Zeit vorbei ist….

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  3. Pingback: Ich bin zu blöd für Kinder – jedenfalls beim Einkaufen | Mutter & Söhnchen

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