Falsch gepackt – und trotzdem den Urlaub überlebt #Reisebericht

Vielleicht habt ihr das ein oder andere unserer Urlaubsfotos ja schon auf Instagram oder Facebook gesehen. Denn letzte Woche waren wir an unserer geliebten Ostsee. Und auch diesmal haben wir – der Tradiotion folgend – einen kleinen Abstecher ins Kieler Krankenhaus gemacht. Welch Freude. Nicht! Aber – uuufff – nix Wildes und die Kinder waren auch nicht betroffen. Nur ein bisschen Drama Drama.

Ich kann es kaum glauben, aber diesmal haben wir den Urlaub ohne größere Katastrophen überlebt. Nur bei einer Sache hatte ich total versagt: dem Koffer packen.

Fünf Seiten Packliste und trotzdem: total versagt

Ich schwöre euch, ich mache mir meist schon Wochen vorher eine Liste mit den nötigsten Sachen. Für die Kinder und für mich. Und den Mann ermahnte ich mehrmals, an seine Unterhosen zu denken. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft er die schon zu Hause vergessen hat. Und geht mal Shorts in Größe L in Thailand einkaufen. Pfff – ein Ding der Unmöglichkeit. Aber gut. Die Unterhosen fanden dieses Mal ihren Weg ins Gepäck, genauso wie viele viele andere Dinge.

Dinge, die wir letztlich dann gar nicht brauchten. Auf gemischtes Regenwetter mit Temperaturen unter 20 C waren wir nämlich ganz und gar nicht vorbereitet. Und dann war da auch noch die Sache mit den Erwartungen. Denn mal Hand auf´s Herz: So optimistisch das Denken manchmal auch ist, im Familienurlaub kommt man eben doch nicht zu dem, was man sich vornimmt. Wie Lesen. Oder Sport. (Hier bitte hysterisches Kichern einblenden).

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Erwartungen versus Realität

Tja, keine einzige Seite habe ich von meinem spannenden Fantasy-Wälzer gelesen. Einfach da ich viel zu beschäftigt war. Kein Moment im Strandkorb mit brav in Sichtweite spielenden Kindern. Kein Abend in besinnlicher Ruhe auf der Couch. Dääää, dööö. Der natürliche Feind des Buches ist eben der Fernseher, vor allem wenn die Fußball-EM stattfindet.

Auch das Babyphone hatten wir völlig umsonst eingepackt. Mit Oma und Opa als Babysitter hat so ein Pärchen-Abend eigentlich ideale Voraussetzungen. Eigentlich. Denn dank Regenwetter (und Fußball) trieb es uns dann abends auch nicht mehr raus.

Ja, und dann wären da noch die völlig überflüssigen Schwimmsachen. Merci Regen.

Ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt hatte, es regnete fast täglich. Platzregen, Nieselregen, Gewitter. Und ihr könnt euch sicher vorstellen, was ich nicht eingepackt hatte. Richtig! Regensachen. Weder Gummistiefel, noch Matschhosen oder Regenjacken. Nur zwei lausige Schirme hatten wir dabei – von dem einer kaputt und der andere ein Kinderschirm war. Wir Amateure.

Eine kleine Shoppingtour rettete uns dann den Arsch – der Mann investierte in eine Windjacke, ich in einen dicken Hoodie und ein Paar backup Socken. Laut Packliste war ich nämlich total auf FlipFlops eingestellt. Mööööp. Damit hofften wir dann auf etwas Wetterglück. Und wurden nicht enttäuscht, wenigstens die Temperaturen stiegen.

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Wenn Wichtiges fehlt ist Freestyle angesagt

Was ich noch vergessen hatte war der Schnarchomat (ein kleines Gerät, was beruhigende Atemgeräusche macht), ohne den der Rabauke nicht einschlafen kann. Jedenfalls nicht so schnell. Also musste der Opa Schnarchgeräusche imitieren. Aber es war jeden Abend schon ein kleiner Kampf, den kleinen Kerl – der ja sonst immer freiwillig ins Bett mag – einzuschläfern.

Für den feinen Herrn hätten wir außerdem dringend einen Hocker für das Waschbecken im Bad gebraucht. HerrSjardinski kam an das Monster nicht mal zum Händewaschen dran, geschweige denn zum Zähne putzen. Ein umgedrehter Kochtopf musste daher herhalten.

Aber auch ohne den perfekt gefüllten Koffer hatten wir einen wundervollen Urlaub. Zwar keinen Traum-Bade-Strandurlaub, aber immerhin einen mit gesunden Kindern, gutem Essen und Erholung. Wir haben neben kurzen Strandaufenthalten viele Ausflüge gemacht wie beispielsweise in das Wikingerdorf Haithabu, in den Hansapark oder in den Tierpark Gettorf.

Die eine Woche Auszeit ging jedenfalls viel zu schnell herum. Auch mit Pieselwetter & Co. Und wie war es bei euch so?

Welche überflüssigen Dinge habt ihr schon für den Urlaub eingepackt? Und was habt ihr vergessen?

 

 

 

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1 Kommentar

  1. […] Wusch, ging dieses Jahr nicht irre schnell um? Mit kommt es vor wie ein Wimpernschlag. Ich habe viele Monate selbständig gearbeitet und konnte mir dadurch meine Zeit sehr frei einteilen. Die Tage im Frühling und Sommer habe ich mit den Jungs sehr genossen und wir waren viel draußen. Und dann noch unser Sommerurlaub. Wir waren eine Woche an der Ostsee und haben das beste aus den kalten Tagen an der Küste gemacht. Immerhin: keine Vollkatastrophe. […]

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