
Ein paar Scheine zum Geburtstag geschenkt bekommen, sich endlich den heiß ersehnten Kontroller leisten können und die Snackschublade ist auch noch prall gefüllt – tja, dann würden die meisten Kids von sich behaupten, sie wären reich. Als Erwachsene kann man sich jedoch von 80,- Euro keine Miete leisten und Nahrungsmittel für einen ganzen Monat oder ein Auto schon gar nicht. Aber ab welchem Kontostand ist man dann wirklich arm? Wie lebt man in Armut und mit Reichtum? Und braucht man ganz viel Kohle überhaupt, um glücklich zu sein? Kristina Scharmacher-Schreiber hat zu diesen Fragen das wundervolle Kindersachbuch „Was ist arm und was ist reich?“ geschrieben, in dem sie mit Beispielen aus dem Kinderalltag diesen und vielen anderen Fragen nachgeht. Mit Illustrationen von Tine Schulze, die ganz viel Klarheit und Witz in das komplexe Thema bringen.

Darum geht´s in Was ist arm und was ist reich?
Mehr Spielzeug, größere Kinderzimmer, Münzen im Sparschwein oder Pokémonkarten: Manche Kinder haben mehr als andere. Aber für manche ist wenig, was für andere viel ist. Arm oder reich ist nicht immer eindeutig. Ist man erst richtig arm, wenn man nichts zu Essen hat? Oder schon dann, wenn alle anderen mehr haben? Ein Buch mit Antworten auf schwierige Fragen zu den Folgen und Ursachen von Armut und der Verteilung von Wohlstand.

Wie lebt man in Armut – und wie wird Wohlstand eigentlich verteilt?
Mein Mann holt gerne mal das Thema Wohlstand an den Familientisch, wenn die Kinder wieder in ihrem Essen herumschnäkeln – meist weil sie vorher gerade noch was Süßes verputzt haben. Dann kommt immer der Vergleich, dass anderswo die Kinder froh um jede warme Mahlzeit wären, dass wir mit unseren weggeworfenen Resten ganze Familien in armen Ländern versorgen könnten oder dass wir heute sogar viel besser leben, als früher die reichsten Könige. Klar, unsere Kids sind schon im Teeniealter und verstehen, dass wir zu der oberen Mittelschicht gehören. Früher aber hätte ich mir genau so ein Buch gewünscht, dass feinfühlig begreifbar macht, was die Papa-Ansage wirklich bedeutet.
Wer zwei- bis dreimal so viel verdient wie der Durschnitt gilt als reich. Bei einer in Deutschland lebenden Familie mit zwei Kindern wären das ca. 8090 Euro im Monat zum Ausgeben. Die haben wir aber auch nicht, auf größere Anschaffungen muss gespart werden. Im Gegensatz zur Zeit, als unsere Ur-Großeltern lebten, haben wir aber viel mehr Platz als andere Familien, fließendes Wasser, ausgewogenes Essen und ein Klo. Mit solchen und anderen Fakten und Verleichen versucht Kristina Scharmacher-Schreiber, Reichtum und Armut begreifbar zu machen. Dabei geht sie auch auf gesellschaftliche Themen, Weltpolitik, soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit ein: Warum haben manche Menschen eigentlich wenig Geld? Macht Armut krank? Was passiert, wenn die Eltern ihren Job verlieren? Und warum werden Arme oft immer ärmer und Reiche reicher?
Neben den kurzen Texten gibt es viele Illustrationen aus dem Alltag, Schaubilder und Sprechblasen. Manchmal sind das sogar kleine Comics mit vielen Details, die man ganz für sich betrachten kann. Ein wirklcih ganz tolles Buch, das diese komplexe Theme mit viel Leichtigkeit, Hoffnung und Humor einfängt.

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Was ist arm und was ist reich? *Affiliate-Link
- Autorin: Kristina Scharmacher-Schreiber
- Illustratorin: Tine Schulz
- Seiten: 62
- Verlag: Beltz & Gelberg
- ISBN-13: 978-3407759818
- Altersempfehlung: ab 7 Jahren
- Preis: 16,- €
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