Mit Kindergarten- und Schulkind auf ein Festival? Kein Problem. Oder soll es zu einem Hallenkonzert gehen? Ich gebe Tipps für den Konzertbesuch mit Kind #konzert #musik #festival #openair #kinder

5 Tipps, wie der Konzertbesuch mit Kind funktioniert

Kann man mit Kindern auf ein Konzert gehen? Ich finde schon. Jedenfalls wenn man dabei einige Dinge beachtet. Wir waren bisher mit beiden Jungs im Alter von 3 und 7 auf einem kleinen Open Air Konzert. Und nun hat HerrSjadinski mit 8 Jahren sein erstes Hallenkonzert hinter sich.

Zusammen mit seinem Papa war er bei der Wie Zuhause Tour des deutschen Rappers Alligatoah. Die Karten dafür bekam er von uns zum Geburtstag. Ganz bewusst.

Und dabei hatten wir auch keine Bedenken, dass Kinder auf Konzerten unerwünscht wären. Im Gegenteil: Noch nie haben wir so viele nette Worte und Komplimente zu uns und unseren Kindern bekommen, wie damals auf dem Punk-Open-Air. Und auch auf dem Hallenkonzert wurde der Iro-Mann unglaublich freundlich behandelt – der feine Herr bekam sogar einige Extras.

Konzerte sind also durchaus etwas für Kinder, denn sie werden sich ihr Leben lang an diese tolle Erfahrung erinnern. Ich gebe euch 5 Tipps, wie der Konzertbesuch mit Kids funktioniert. Vorausgesetzt natürlich, dass das Kind auch Lust darauf hat:

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Ab welchem Alter zum Open Air Festival?

Bei dem Wort Festival denken viele an Alkohol, Drogen und grölende Mengen. Es gibt aber mittlerweile viele Festivals, die sehr kinderfreundlich sind und hier sogar spezielle Events und Angebote für Familien anbieten, wie beispielsweise das Lollapalooza in Berlin oder das Open Flair in Eschwege. Auch in meinem Wohnort gibt es ein dreitägiges Festival, das sonntags immer einen kostenlosen Familienvormittag anbietet. Hier können sich die Eltern gegen Pfand „Micky Mäuse“ – Schallschutz-Kopfhörer – für die Kids ausleihen.

Das Alter spielt hier gar keine Rolle. Wir waren schon zweimal dort, wobei der Rabauko beim ersten Mal 3 Jahre alt war. Vom Baby bis zum Schulkind hat dort jeder Spaß, denn es ist nicht zu voll und es gibt neben Musik genug Getränke und Essen. Und bisher haben wir nur positives Feeback bekommen: Junge und ältere Menschen vom Punk bis zur Security, die mit den Jungs gespielt oder mit ihnen getanzt haben.

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Wann dürfen Kinder auf ein Konzert?

Neben Festivals sind Hallenkonzerte noch mal ein anderer Schnack. Bei einem großen Ticketverkäufer haben wir nachgelesen, dass Kinder unter 6 Jahren nicht mit auf Hallenkonzerte dürfen. Das finde ich auch vollkommen in Ordnung, denn hier ist es nicht nur voller und lauter, es gibt auch weniger Rückzugsmöglichkeiten. Und dazu sind die meisten Veranstaltungen auch eher abends angelegt – ein 4 Jähriger hält sicherlich nicht bis 23 Uhr durch.

Ein Konzert ist – anders als gedacht – keine Tanzveranstaltung und fällt somit nicht unter den § 5 des Jugendschutzgesetzes und damit auch nicht unter die dort vorgeschriebenen Alters- und Uhrzeitbestimmungen. Konzerte sind also Kulturgut und durchaus für Kinder geeignet.

Kinder unter 14 Jahren dürfen bei vielen Konzertveranstaltern nur in Begleitung eines Erwachsenen mitgehen. Sicher ist es also ratsam, einen Ausweis oder zumindest die Krankenversichertenkarte des Kindes dabei zu haben, damit der Geburtstag bestätigt werden kann.

Warum Kinder unbedingt einen Ohrschutz benötigen

Lauter Schall kann zu Schäden des Gehörs führen. Das kennt vielleicht jeder, der selbst auf einem sehr lauten Konzert war und danach noch stundenlang Ohrenfiepsen hatte. Nicht gut! Da können langfristige Schäden bleiben. und wer weiß, ob ein so junger Mensch vielleicht irgendwann selbst Träume hat, für das man ein super Gehör braucht? Auch wenn das kindliche Ohr bereits genauso ausgereift ist wie das eines Erwachsenen, auf einem Konzert ist ein Gehörschutz Pflicht.

Doch nicht alles eignet sich. Einfach mal ein Tempo ins Ohr stopfen reicht nicht. Am besten eignen sich Schallschützer extra für Kinder (die gibt es bereits ab 15,- Euro) oder Konzertohrstöpsel, die aber individuell angefertigt werden müssen und daher bis zu 100,- Euro kosten.

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Arschloch & Co. – Was ist mit den Songtexten?

Ganz ehrlich – wenn ein Kind einen Künstler kennt, der in der Wortwahl doch eher etwas derbe ist, dann sind eh die verwerflichen Textstellen bekannt.

Daher hatten wir in unserem Fall mit den gesellschaftspolitischen Texten von Alligatoah kein Problem. Auch wenn hier „Arschloch“ oder „F*** dich“ gesungen wird, finde ich das noch ehrlicher und transparenter, als englische Texte, die gewaltverherrlichend sind, aber vom Kind gar nicht verstanden werden.

Sitzplatz oder Stehplatz?

Je nach Alter und Größe des Kindes sollte das ganz individuell überlegt werden. Denn bereits ich mit meinen 1,64 m habe nicht immer eine gute Sicht auf die Bühne. Überlegt mal was los ist, wenn man erst 1,30 m ist – 2 Stunden Popos anstarren ist nicht so knorke.

Bei kleineren Konzerten ist ein Stehplatz ok, wenn genug Freiraum bleibt, so dass man ganz nach vorne kann oder über die Seiten eine gute Sicht hat. Für größere Konzerte würde ich gerade bei Schulkindern unter 10 Jahren und 1,60 m Größe immer einen Sitzplatz wählen, besonders wenn vor der Bühne Pogopits ein könnten.

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Ich hoffe ich konnte euch dazu inspirieren, den Konzertbesuch mit Kindern zu wagen. Euer Kind sollte natürlich Lust haben und keine Angst vor größeren Menschenmengen haben. Es gibt sicherlich Kinder, die generell schüchtern oder ängstlich sind, denen man nicht unbedingt ein Konzert, das über mehrere Stunden geht, zumuten sollte. Ihr wollt schließlich auch Musik entspannt genießen.

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