
Josh lebt auf den Straßen Londons und schlägt sich als Zeitungsjunge und Helfer des Arztes John Snow durch. Als er eines Tages Zeuge eines gemeinen Verbrechens wird, nimmt er zusammen mit seinen Freunden und der Hündin Hazel die Ermittlungen auf: Wer hat die Pläne und die Flugmaschine des genialen Professors geklaut? Und was haben das indische Mädchen und das Monster mit den vielen Augen damit zu tun? Im Wettlauf gegen die Zeit jagen sie den Dieben hinterher, während Straßengangs ihnen das Leben schwer machen. „Joshua Jackelby“ von Benedict Mirow ist ein mitreißender Abenteuerroman voller Mut, Freundschaft und Spannung im London von 1851 – perfekt für Leser:innen ab 10 Jahren.

Darum geht´s in Joshua Jackelby
London, 1851. Joshua Jackelby, ein cleverer Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und einer Zukunft als königlicher Bote. Als er einen verletzten Hundewelpen aus der Themse rettet, ahnt er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Zusammen mit seinen Freunden und seiner treuen Hündin Hazel stellt sich Josh den düsteren Schatten Londons: einer Welt aus Straßenbanden, Schurken und verborgenen Geheimnissen. Im Wettlauf gegen die Zeit jagt er Dieben nach, die einem genialen Erfinder seine Pläne für eine bahnbrechende Flugmaschine gestohlen haben – und deckt dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht. Und damit geraten Josh und seine Freunde in Lebensgefahr!
„Wie bitte?“, rief Josh. „Und die Kings haben Jagd auf sie gemacht? Was sind das für Verräter! Ich dachte immer, gegen die da oben halten wir zusammen.“ Er schüttelte unwirsch den Kopf. „Die Geschwister hatten bestimmt einen guten Grund abzuhauen.“ Er schnalzte leise mit der Zunge. „Ich hoffe, die Kings haben sie nicht erwischt.“
Joshua Jackelby, Seite 93

Ein Zeitungsjunge ermittelt in einem Londoner-Kriminalfall
Joshua Jackelby ist ein cleverer Straßenjunge mit dem Herz am rechten Fleck. Immerhin hat er nicht nur einen Hundewelpen aus der stinkenden Themse gerettet, er ist auch für seine Freunde von der Straße, Charlotte und Leroy, immer da. Und auch für den Arzt John Snow (den es wirklich gab), für den er als Assistent die Patientenbetreuung nach Narkose-Experimenten übernimmt. Auch als er eines abends einen Mann zusammengeschlagen auf der Straße findet, sind es genau diese Menschen, die Josh um Hilfe bittet. Denn einem cleveren Erfinder wurde ein brandneues Fluggerät gestohlen, das an der großen Parade zur Weltausstellung 1851 vorgeführt werden soll. Und alle helfen mit, diese Ungerechtigkeit aufzuklären – unter anderem auch, weil sie so mysteriös erscheint. Was dann beginnt, ist ein rasantes Abenteuer auf den Straßen Londons. Mit von der Party: Ein geheimnisvolles Mädchen aus Indien, ein „Monster“ mit vielen Augen, eine brutale Straßenbande, jede Menge Zirkusartisten und -tiere sowie eine ausgebuffte Verschwöhrung.
Kinderkrimi trifft auf historische Begebenheiten
Die Kombination aus historischen Persönlichkeiten und Fakten und der spannenden Abenteuergeschichte ist dabei dem Autoren sehr gut gelungen. Vor allem das harte Leben der Straßenkids, aber auch von einfachem Dienstpersonal und Arbeitern, wird hier bildhaft beschrieben. Krankheiten, Geldnot, Gewalt und Formen der Sklaverei: das alles wird ziemlich ungeschönt geschildert und an manchen Stellen auch tiefgründig besprochen. Und so schließt man umso mehr die guten Menschen dieser Geschichte, wie eben den hilfsbereiten Josh, die Schausteller oder John Snow, sehr ins Herz, die anderen einfach bedingungslos helfen.
Ich habe jedenfalls sehr das grandiose Setting des viktorianischen London, die heute noch bekannten Schauplätze und die lebhafte und authentische Atmosphäre der Geschichte genossen. Auch fand ich es spannend, über die Weltausstellung, die damals neusten technischen Errungenschaften und die medizinischen Entwicklungen (Cholera, Narkose) zu lesen. An einigen Stellen, gerade am Anfang der Ermittlungen, hatte das Buch aber auch etwas Längen, die mit der rasanten Verfolgungsjagd am Ende wieder wett gemacht wurden.
Insgesamt ein richtig spannender Kinderkrimi, bei dem man viel über die Geschichte der Zeit lernen kann.

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Joshua Jackelby *Affiliate-Link
- Autor: Benedict Mirow
- Illustrator: Maximilian Meinzold, Timo Kümmel
- Seiten: 400
- Verlag: Thienemann Verlag
- ISBN-13: 978-3522188609
- Altersempfehlung: ab 10 Jahren
- Preis: ab 17,- €
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