
London um 1918. Als Bo eine glanzende Münze aus dem schlammigen Ufer der Themse fischt, glaubt sie, Bilder aus alten Zeiten zu sehen und den Fluss zu ihr sprechen zu hören. Als sie dann auch noch ein Mann verfolgt und ihr die Münze abnehmen will, weiß sie einfach, dass sich ein großes Geheimnis hinter dem Schatz verbirgt. Zusammen mit Billy, dem Jungen vom anderen Flussufer, macht sie sich auf die Spur, die zweite Münze und eine alte Ballade zu finden. Denn vielleicht lassen sich damit wirklich Tote wieder zum Leben erwecken? „Die Jagd nach den magischen Münzen“ von Jessi Burton ist ein packendes Abenteuer im historischen London, geführt von einem Fluss, der mehr weiß als alle anderen – atmosphärisch, berührend und voller Rätsel.

Darum geht´s in Die Jagd nach den magischen Münzen
Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm der Themse findet, glaubt sie, den Fluss sprechen zu hören. „Du wirst nicht verlieren,“ … raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Darauf hat auch Billy vom gegenüberliegenden Ufer keine Antwort. Doch er weiß von einer zweiten Münze, und gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach ihr, ehe der alte Muncaster ihnen zuvorkommt. Denn auch er hat es auf die magischen Münzen abgesehen. Werden Bo und Billy schneller sein und das Wertvollste zurückbekommen, was sie je verloren haben?
„Lass deinen Bruder nicht für dein gebrochenes Herz bezahlen. Denk dran, was auf den Münzen steht: Ich werde nicht verlieren, was man nicht verlieren kann. Du wirst uns niemals verlieren, weder Harry noch mich. Aber du musst uns gehen lassen.“
Die Jagd nach den magischen Münzen, Seite 241

Zwei Kinder und das Geheimnis eines unbezahlbaren Schatzes
Nichts ist aufregender als eine Schatzsuche. Nur das Geheimnis, dass sich hinter einem Schatz verbrigt, ist vielleicht noch spannender. Hinter Bos Fund warten jedenfalls jede Menge Geheimnisse, viel mehr, als ich mir am Anfang der Geschichte erahnen konnten. Denn zur Mond-Münze gibt es noch ein Sonnen-Pendant. Und werden diese zwei Teile vereint, so heißt es, können sie einen geliebten Menschen zurückbringen. Doch wie das genau geht, verrät nur ein sehr sehr altes Lied. Bo und Billy suchen nach Antworten: in den Visionen der Vergangenheit und in alten Bibliotheken. Und während die Kinder immer über die Münzen herausfinden, kommen sie auch Billys trauriger Herkunft auf die Spur. Etwas Hilfe erhält Bo auch von ihrer neuen Lehrerin Miss Cressant, deren Hintergründe mir allerdings etwas zu offensichtlich waren (und ich könnte schwören, ein ähnliches Szenario bereits schon mal in einem anderen Kinderroman gelesen zu haben).
Zu viel mag ich nicht spoilern, aber im Mittelpunkt der Geschichte steht nicht nur die Freundschaft zwischen Bo und Billy und Bo und dem Nachbarsjungen Eddie, sondern auch der Verlust geliebter Menschen, Trauer und die Gewissheit, das Liebe nie vergeht. Ich habe die Geschichte jedenfalls weggesuchtet und war zwischendrin auch tief berührt. Am Ende blieben aber noch einige Fragen ungeklärt: Warum ist ausgerechnet Bo das Flussmädchen – hatte ihre Familie Bezug zu den Muncasters? Wie genau hat Alice das mit der „Bibliothek“ angestellt? Und wieso ist Billys Geheimnis nicht bereits viel früher irgendjemandem – oder ihm selbst – aufgefallen?
Eine wirklich schöne Abenteuergeschichte, die Lust macht, selbst am Ufer entlang auf Schatzsuche zu gehen.
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Die Jagd nach den magischen Münzen *Affiliate-Link
- Autorin: Jessie Burton
- Übersetzerin: Annette von der Vespen
- Seiten: 272
- Verlag: Carlsen Verlag
- ISBN-13: 978-3551559609
- Altersempfehlung: ab 10 Jahren
- Preis: 15,- €
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