
Die Halbgötter Nico di Angelo und Will Solace versuchen nach ihrer traumatischen Reise durch den Tartarus aus Band 1 der Fantasy-Reihe aus dem Percy-Jackson-Cosmos ihren Alltag im Camp Half-Blood aufzunehmen. Doch dann benötigt Nicos Halbschwester Hazel dringend seine Hilfe: Im Camp Jupiter haben Monter – oder vielmehr Mythenwesen – um Asyl gebeten. Doch die Neuankömmlinge stoßen auf Misstrauen und Vorurteile. Und dann verschwinden mehrer Mythenwesen spurlos. In „Nico & Will – Das Gericht der Toten“ von Rick Riordan und Mark Oshiro wird Grieschiche Mythologie in Kombination mit wilder Action und trockenem Humor lebendig. Ein Spin-Off für Leser:innen ab 14 Jahren.

Darum geht´s in Nico & Will – Das Gericht der Toten
Nico und Will bekommen einen verzweifelten Hilferuf aus dem römischen Camp Jupiter. Hazel braucht ihre Unterstützung, um zwischen Monstern und Halbgöttern zu vermitteln – denn im Camp suchen immer mehr Mythenwesen aus der Unterwelt Zuflucht, die ein neues Leben beginnen wollen. Doch dann spitzt sich die Lage zu: Nun werden Monster aus dem Camp entführt und verschwinden spurlos! Eine dunkle Macht scheint sie vor ein grausames Gericht zu stellen. Nico, Will und Hazel müssen ihnen unbedingt helfen – und geraten dabei nicht nur in tödliche Gefahr, sondern auch in einen moralischen Zwiespalt: Wer entscheidet eigentlich darüber, wer ein Monster ist?

Mythologie trifft auf Humor und Querness
Ersteinmal vorneweg: Es war keine so schlaue Idee, mit einem zweiten Band einer Reihe zu starten, die auch noch in einem mir völlig unbekanntem Universum spielt. Denn Percy Jackson habe ich bisher nicht gelesen. Und so waren mir nicht nur alle Charaktere vollkommen unbekannt, sondern ich habe auch keine einzige Anspielung auf Hintergründe oder vergangene Abenteuer verstanden. Daher war es wirklich sehr schwer für mich, in die Geschichte einzutauchen, so das ich nach wenigen Kapiteln auch abbrechen musste. Trotzdem möchte ich meine Eindrücke kurz zusammenfassen.
Nico und Will sind ein recht ungleiches Liebespaar, die als Halbgötter schon viel durchgemacht haben. Nico kämpft aufgrund des letzten traumatischen Abenteuers immer noch mit seinen Ängsten, die sich als kleine Kakodämonen (Schoko-Pops) manifestieren und ihn überallhin begleiten. Generall haben alle Charaktere Stärken und Schwächen – oder manchmal auch ziemlich alberne Eigenschaften. Wie beispielsweise der Minotaurus, der Selbstgestricktes und knallige Farben liebt. Oder der Mini-Greif Orcus, der immerzu furzen muss, sobald man ihn auf seine Größe anspricht.
Auch wenn es mir dann manchmal etwas zu albern zuging, hat es mir sehr gefallen, dass die Geschichte viele hochaktuelle Themen wie Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit, Migration, Ausgrenzung und Manipulation aufgreift. Denn die „Monster“ sind unter Monstern Außenseiter und möchten ein neues Leben als Teil der Halbgötter-Gesellschaft beginnen. Und trotz ihrer liebenswerten Eigenschaften stoßen sie immer wieder auf Außgrenzung und Hass. Denn können sich Monster tatsächlich ändern? Haben sie eine zweite Chance verdient? Und was macht Monster zu Monstern?
Insgesamt scheint die Reihe ein humorvolles Fantasy-Abenteuer zu sein, dass nicht nur mytologisches Wissen vermittelt, sondern auch tiefgründige Themen unserer Zeit behandel. Allerdings sollte man zumindest den ersten Band gelesen haben und sich bestenfalls auch in der Percy Jackson Welt auskennen.

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Nico & Will – Das Gericht der Totenl *Affiliate-Link
- Autor: Rick Riordan, Mark Oshiro
- Übersetzerin: Gabriele Haefs
- Seiten: 496
- Verlag: Carlsen Verlag
- ISBN-13: 978-3551586735
- Altersempfehlung: ab 14 Jahren
- Preis: 18,- €
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