Dezember – im Geschenkerausch der Feste

Oh oh – in den Supermarktregalen stapeln sich Lebkuchen, Marzipankartoffeln und Stollen. Das verheißt nichts Gutes. Richtig. Bald ist wieder Dezember. Nicht nur, dass das Weihnachtsfest immer näher rückt, sondern auch HerrSjardinskis 4. Geburtstag. Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist, aber ich bekomm jetzt schon Schweißausbrüche. Weihnachten ist ja eigentlich schon genug, oder? Damit es nicht in Stress ausartet, fange ich jetzt schon an, mich nach Geschenken umzuschauen und das Geburtstagsfest zu organisieren. Und vor allem die Geschenkeflut zu verhindern.

Letztes Jahr hat das nämlich nicht so richtig geklappt. Meine klare Ansage (vor allem an die lieben Großeltern) nur EIN Geschenk pro Anlass zu schenken, wurde promt ignoriert. HerrSjardinski kam mit dem Auspacken gar nicht nach und irgendwann war ihm sogar das tollste Spielzeug wumpe. Deshalb gibt es auch diesmal wieder eine Wunschliste – und nochmal den Versuch einer klaren Ansage. Ich hoffe meine Eltern reservieren sich nicht wieder die ganzen unter-10-Euro Kleinigkeiten, die eigentlich für die Partygäste gedacht waren. Wuuuuaaah.

Die Wunschliste und ihre Wünsche

Letztes Jahr hatte HerrSjardinski noch keine Wünsche. Also habe ich eine Wunschliste mit verschiedenen Sachen zusammengestellt, die er brauchen und die ihm gefallen könnten. Ich finde das bei anderen immer sehr dankbar, wenn ich keine eigene Idee hab und aus einem solchen Angebot auswählen kann. Mittlerweile bieten viele Shops diese Wunschlistenfunktion an, aber ich verwende immernoch die Wunschgalerie, da sie die meisten Shops bündelt und man auch Wünsche frei beschreiben kann. Dummerweise hab ich im Vorjahr mit dem Playmobil total falsch gelegen. Sjardinski spielt damit einfach nicht. Das alte Duplo ist nach wie vor angesagt. Schenk dem Kind einen Besen, Arbeitshandschuhe oder Badeschaum und es ist happy. Spielzeug – möööp. Dooof. Vor MisterWins Geburt hatte ich ihm einen Kletterbaum zum Aufhängen fürs Wohnzimmer gekauft – das kam an. Für 20 Euro das beste Geschenk ever. Jeden Tag sitzt er wie ein Eichhörnchen in dem Ding, klettert und schaukelt. Nun, DAS hat er ja jetzt schon. Er wünscht sich immerhin ein paar Sachen: Bücher von „Mein Freund Max“, eine Sanduhr fürs Zähneputzen, Bastelsachen (buntes Papier usw.) und Sachen von Engelbert Strauss (die übrigens sehr coole und preisgünstige Outdoor-Klamotten für Kinder haben, die damit wie kleine Handwerker aussehen). Alles sehr bescheiden.

Der Adventskalender und Nikolaus

Kaufen oder selbermachen – wie jedes Jahr die gleiche Frage. Letztes Jahr hatte ich den von Playmobil. Das kam ja wie gesagt nicht gut an. Ich glaube ich war die einzige, die sich über die Figuren so richtig gefreut hat. Daher mache ich lieber einen selbst. Über Badeschaum, Stifte, Sticker und die ein oder andere kleine Nascherei freut sich der feine Herr jedenfalls mehr. Den Nikolausstiefel werde ich ähnlich bestücken. Nüsse zum Knacken sind in letzter Zeit total angesagt. Und ein kleines Buch vielleicht noch dazu. Das wars. Vor und nach Nikolaus haben ürigens noch eine Nichte und ein Neffe von uns Geburtstag. Geschenke – Geschenke.

Kindergeburtstag – ein Fest in zwei Akten

Dieses Jahr wird HerrSjardinski also vier. Ein Kind in den besten Jahren sozusagen. Nach der bekannten Regel also nur vier Geburtstagsgäste. Eigentlich. Ich hab das Limit auf sechs hochgeschraubt, weil er doch recht viele Spielfreunde hat. Aber wie ist das denn nun? Muss man alle Kinder auch einladen, bei denen das eigene Kind eingeladen war? Gibt´s da so ne ungeschriebene Regel? Ööööhm, ich hoffe nicht, dass das jemand von mir in echt erwartet. Im Kindergarten wird sowieso mit allen gefeiert. Mir fällt echt ein Stein vom Herzen, dass am Elternabend verkündet wurde, dass man nur noch EINEN Kuchen oder für jedes Kind EINEN Muffin mitbringen soll. Vorher durfte die Geburtstagskind-Mama nämlich das Frühstück für bis zu 25 Kinder vorbereiten. Morgens! Das wäre Schweißausbruch hoch drei gewesen, und das noch vorm Frühstück!

Für die Party daheim steht immerhin schon das Thema: es wird ein Ritterfest. Ein paar coole Accesoires für die Partyausstattung habe ich schon gefunden. Dabei kommt uns Iromanns Hobby etwas gelegen – Schwertkampf und Mittelalter. Und auch ich werde mich etwas in Schale werfen (wenn´s denn passt – dank der Milchhupen könnte es eng werden). Aber mehr dazu wenn es soweit ist. Das ist schließlich einen eigenen Post wert. Tja und am Tag drauf kommt dann die Familie. Und das sind mit Omas, Opas, Uroma, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousiens über 20 Leute. Puuhh. Schweißausbruch. Und mir graut es schon so vor der Backerei. Organisieren kann ich ja, aber backen – Fehlanzeige.

Weihnachten – und wieder ein Geburtstag

Ja und dann kommt Weihnachten. Das wird zum Glück nicht bei uns gefeiert. In den letzten Jahren hatte ich nichtmal einen Baum. Denn Heiligabend muss für den engeren Familienkreis das rieeeesen Wohnzimmer von Iromanns Cousine herhalten – für immerhin 30-35 Leute. Darf ich wiederholen: Iromanns ENGSTER Familienkreis! Und jeder hat Geschenke! Es ist einfach krass, was da zusammen kommt. Zum Glück greift hier die Regel mit dem EINEN Geschenk pro Person ganz gut. Trotzdem viel. Viel ZU viel.

Am ersten Feiertag geht es nach dem Weihnachtsessen bei meinen Schwiegereltern (mit 8 Enkeln und und Iromann´s Schwestern) zu meinen Eltern. Mein Papa hat nämlich passenderweise (wir hatten ja nicht schon genug Aktion in diesem Monat) Geburtstag. Und da meine Eltern es sich nicht nehmen lassen, die Kinder – also MICH und den Iromann – auch zu beschenken, ist das Auto auf der Heimreise immer gestopfte voll.

Wenns nach mir ginge bräuchte ich diese Schenkerei nun wirklich nicht mehr. Eine süße nette Kleinigkeit ja – aber nicht diese Massen. Auch nicht für die Kinder. Die sind ganz berauscht, reißen nur noch die Packung auf uns es wird gar nicht mehr registriert, WAS da eigentlich im Geschenkpapier war. Jedenfalls ist das bei HerrnSjardinski so. Der ja auch den Geburtstag vorher hat. Schade, oder? In der Masse gehen die schönen Dinge einfach unter.

Muss das sein? Und wie ist das bei euch so im Dezember? Bekommt ihr bei dem Gedanken auch Schweißausbrüche oder seit ihr berauscht von der Vorfreude?

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7 Gedanken zu “Dezember – im Geschenkerausch der Feste

  1. emmaundlukas

    Hallo,
    oh ich erkenne mich so wieder. Im November startet bei uns der Geburtstagswahnsinn, 19., 22.,28., weiter geht es im Dezember 19. (mein Sohn), 25.. Und die Geburtstage sind nur enge Verwandte. Kaum hat mein Sohn die Geschenke des Geburtstages „verarbeitet“ liegen Unmengen Weihnachtsgeschenke da. Und wir als Eltern beginnen bereits jetzt zu überlegen, was wir schenken sollen und was wir auf die vielen Fragen der Verwandtschaft antworten sollen, was die Kinder sich denn wünschen.

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  2. Lisa

    Ich freue mich immer auf Weihnachten und Geburtstage! aber immer nur davor! Dabei fällt mir dann immer ein, wie viel Stress das alles ist und wünsche mir die ganze Geschenkeschlacht dahin wo der Pfeffer wächst! Aber mich würde der Kletterbaum fürs Wohnzimmer interessieren: Was ist das für einer und wo hast du ihn her? (Dann kann ich das Weihnachtsgeschenk vielleicht schon abhaken) 🙂

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  3. Pingback: Hilfe- bald ist Weihnachten! | kreatives Familienleben

  4. Talymiau

    Hui das klingt bei euch aber schön stressig.
    Bei uns wird es dieses Jahr das erste Fest mit dem Mini outside werden.

    Wir versuchen das ganze stressfrei zu halten, allerdings ist das schon mal durch das rumgegurke mit Baby (zu meinen und dann zu seinen Eltern) nicht ganz sooo entspannt wie ich es gern hätte.
    Dann kommt noch der Geburtstag von meinem Neffen am 26.12 hinzu, mal sehn, wie wir das alles unter einen Hut bekommen 🙂

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  5. Pingback: Kindergeburtstag – eine Premiere | Mutter & Söhnchen

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