Meine 10 ehrliche Gedanken als berufstätige Mutter

Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich nun seit September wieder in Teilzeit. Also 20 Stunden in einer PR-Agentur, bei der ich als Social-Media-Manager angestellt bin. Der erste turbulente Monat als Working-Mom ist nun vorbei – Zeit für ein kleines Fazit. Denn der Start lief zwar gut und trotzdem bin ich ganz schön ins Jonglieren gekommen.

Der Kindergarten konnte nämlich nicht gleich an zwei Wunschtagen auf 15 Uhr Abholzeit verlängert werden. So das ich mich immer ganz schön sputen musste. Vor allem da ich an meinen drei Präsenz-Tagen mit der S-Bahn fahren muss. Das heißt Door-to-Door eine knackige Anfahrt von 45 bis 60 Minuten. Irgendwie kam ich mir da in den letzten Wochen wie das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“ vor, dass die ganze Zeit in Eile ist, mit der Uhr in der Hand. „Oh seht, oh seht, ich komme viel zu spät….“

Ich habe mal meine ehrlichen Gedanken während meines Working-Mom-Daseins zusammengestellt. Vielleicht könnt ihr euch wiederfinden? Oder geht das nur mir so?

1 Platz da – ich muss zur Bahn

Mein täglicher Adrenalinkick ist der Weg zum Bahnhof, den ich mit dem Auto zurücklegen muss. Vor allem, wenn ich vorher noch die Kinder in den Kindergarten bringe. Da kann ich mich dann quasi ans Ende des Pendlerstaus einreihen: aus einem 10 Minuten Weg werden 30 Minten. Waaaah. Und dann muss ich jedes Mal noch eine elende Fahrkarte an dem elenden Automaten ziehen, der drölfigtausend Euro für eine Tageskarte verlangt. Aber bitte passend. In Münzen. Wenn er nicht gerade kaputt ist. Krieg ich die Krise!

2 Fuck – kein Netz!

Ich bin mindestens 30 Minuten mit der Bahn unterwegs. Einfach! Manchmal lese ich dann etwas, aber meistens versuche ich in dieser Zeit, meine Mails zu beantworten oder sogar was auf Instagram – auch beruflich – zu posten. Wenn da nicht manchmal diese beschissene Datenverbindung wäre. Kein Netz! Däää döööö! Noch schlimmer ist es, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist und ich nur gedrosselt surfen kann, gnäääh!

3 Oberleitungsschaden – ihr Zug hat Verspätung

Ach ja, komischerweise hat die S-Bahn immer zu meinen Fahrzeiten Verspätungen. Meine Fresse, ich frag mich manchmal, wie marode dieses Oberleitungsnetz sein muss. Und der Winter naht! Bahnfahrer wissen, worauf ich hinaus will.

4 Brauche….Kaffeee…wuuuuaaah

Normalerweise brauche ich gleich morgens im Bad einen „Wake-up“ Kaffee. Da ich danach aber immer tierisch pieseln muss, ist der leider gestrichen. Jedenfalls bis ich auf der Arbeit bin. Bis dahin bin ich leider im Mombiemodus. Einem nach Kaffee gierenden Mombie. Wuuuuaaaah!

 5 Bitte keine kranken Kinder, bitte keine kranken Kinder, bitte…

Mein daily Mantra: „Bitte keine kranken Kinder“. Und bei jedem Schild im Kindergarten, das „Magen-Darm“ oder „Scharlach“ wie das Wochenmenue im Restaurant anpreist, bekomme ich Herzflattern. Nervenkitzel galore. Zumindest haben wir es krankenfrei in Monat eins geschafft, bis dann ein fieser Magen-Darm die Runde machte – bei uns arbeitgeberfreundlich am Wochenende. Doch in den Türmen der Kotzwäsche hat es mich selbst dann auch erwischt. 24-Stunden-Error!

6 Meine Festplatte ist voll

Spieltermine, Sporttermine, Geburtstage, Einkaufslisten und und und. Und jetzt noch all die ToDos auf der Arbeit. Puuuh. Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Warum muss ich mir eigentlich so viel merken? Wo doch mein Hirn so mega voll ist. Und wenn das da drin so aussieht wie mein Surface, ist der Desktop total vollgemüllt und irgendwo dümpeln wichtige Infos zwischen Erinnerungen und allerlei Spam herum. Papierkorb leeren bitte!

7 Was? Schon Feierabend?

Kaum auf der Arbeit angekommen, fahre ich den Mac hoch, richte mich ein, bespreche mich mit den Kollegen, schreibe ein paar Mails. Und kaum bin ich im Flow: Feierabend. Neeeein! Das kann nicht sein. Ich muss doch noch so viel erledigen.

8 Oder doch nicht?

Wobei ja von Feierabend in Working-Mom-Kreisen nicht die Rede sein kann. Denn wenn es im Büro noch durchaus strukturiert ist, erwarten mich daheim ja nicht nur zwei Jungs, die nach Programm verlangen, sondern auch noch die Hausarbeit. Letzteres bleibt dann eher mal liegen. So chaotisch und dreckig sah es hier lange nicht mehr aus. Und dann habe ich ja noch meinen Blog, der auch nochmal 10 Stunden Arbeit die Woche beansprucht. Feierabend? Nach dem täglichen 15-Stunden Programm so ab 22 Uhr.

9 Fast Food

Ach ja – und wie bitte machen das andere arbeitende Mütter mit dem Mittagessen? Die Jungs werden im Kindergarten versorgt, der Mann geht mit den Kollegen essen und ich…fahre in meiner „Pause“ heim. Da reicht es dann zeitlich gerade so für nen Burger. Im Auto. Während der Fahrt. Wie zum Kotzen ist das eigentlich? Zum Glück habe ich das Problem nur zweimal die Woche. Hey, wer macht mir ne Bento-Frühstücksbox?

10 Ich rede mit normalen Menschen

Manchmal vergesse ich auf der Arbeit total, dass ich mit normalen Menschen rede. Also solchen, die keine Kinder haben. Es ist irgendwie schwer, aus dieser Filterbubble „Kind“ thematisch total herauszukommen. Vor allem wenn sich in sämtlichen Taschen Nuckel, Spielzeug oder Sand befinden.

Wie ist das bei euch arbeitenden Mamas da draußen? Mit welchen Aufregern habt ihr in eurem Arbeitsalltag zu kämpfen? Und habt ihr Tipps für mich, wie ich das mit dem Mittagsessen für mich besser in den Griff bekomme? Auf der Arbeit kann ich mir übrigens nix warm machen.

 

 

 

 

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33 Gedanken zu “Meine 10 ehrliche Gedanken als berufstätige Mutter

  1. Ich habe ein paar spontane Gedanken:
    1. Monatsticket oder auf Vorrat kaufen
    2. Putzplan, jeden Abend ein bischen, so 20 Min spart große Aktionen am Wochenende. Waschmaschine morgens anmachen, Nachmittags ausräumen
    3. Abends essen vorbereiten. Overnight Oats, Brote, Nudelsalat & Frikos (kann man größere Mengen von machen), Rohkost, Pfannkuchen, Kartoffelplätzchen etc. Alles, was man kalt essen kann. Oder nach einiger Zeit mit den Kollegen zusammenschmeissen für ne Mikrowelle?

    Das war ein kurzes Brainstorming. 😉

    Liebe Grüsse

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    1. Ich habe noch was vergessen: Ich habe mir ein hübsches Notizheft gekauft, in das ich mir ALLES eintrage, was zu tun ist. To-Do-Listen, Memos etc.
      Für die Familie, die Kita, die Vereine, alle Kleinigkeiten wie: XY bei Ebay einstellen etc
      Was ich mir notiert habe, vergesse ich nicht, aber ich habs auch immer im Blick.

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  2. Mein letzter Aufreger war das erste Mal, dass ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren bin: Verkehrsinfarkt, 2 Stunden für 12 km. Da lob ich mir das Fahrrad…:-)

    Wegen Mittagessen: ist es dir wichtig, dass du täglich was Warmes isst? Dann wäre es vielleicht eine Idee, an den Zuhausetagen jeweils eine Portion extra zu kochen, die einzufrieren und an den 3 Präsenztagen mittags Brot/Sandwich und abend was aus dem Tiefkühl zu essen (Kinder und Mann können ja trotzdem Abendbrot essen).

    Ansonsten: wichtige Termine notiere ich auf dem Familienplaner, der gut sichtbar in der Küche hängt. Putzen mache ich samstags, während der große Kaaskop mit dem Sohn einkaufen ist. Die Hausarbeit teilen ist das A und O berufstätiger Eltern, behaupte ich mal. Oder gönne dir eine Putzhilfe. Die nennt man nicht umsonst „Perle“!

    Ich drück dir die Daumen für heile Oberleitungen im Winter! Die sind hier in Holland auch nicht sehr zuverlässig 😛

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    1. Danke dir meine Liebe für die vielen Tipps.
      Eine Putzhilfe habe ich bereits – ich muss quasi nur ab und an durchsaugen.
      Den Familienplaner hab ich auch, da stehen alle Termine drauf. Das Problem ist echt das Essen. Ich koche aber auch selten an meinen Home-Office-Tagen. Das muss ich echt wieder einführen und dann vorkochen.

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  3. MariaundMoritz

    Seit ich wieder arbeiten bin hilft eigentlich wirklich nur Vorbereitung und Notizzettel schreiben. Für mich als chaotischen Alltagsbewältiger anfangs extrem anstrengen aber mittlerweile lohnt es sich halt doch abends Schnittchen zu schmieren während die Waschmaschine ihre Runden dreht. Ansonsten: einfach alles gelassen sehen. Keiner ist perfekt und ein bisschen Chaos und Sonnenschein hat noch niemanden geschadet 😀

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  4. Liebe Marsha, als ich heute deinen Tweet sah, konnte ich nicht anders und musste draufklicken – obwohl ich ja eigentlich mitten in einem Text bin. Egal :-). Ich würde dir wahnsinnig gerne Tipps oder Tricks wie die anderen Mütter hier geben, aber ich weiß leider, dass es auch mit diesen Tipps nicht richtig funktionieren wird. Ich habe das, was Du nach einem Monat sehr eindrucksvoll beschreibst, 3 Jahre mitgemacht, zugegeben mit 30 Stunden in der Woche. Burger im Auto essen: geschenkt! Haus dreckig und chaotisch: geschenkt. Planer kaufen: auch geschenkt. Das habe ich bis aufs Letzte perfektioniert, mich perfektioniert, so dass mir niemand ansehen konnte: Geht es ihr gut? Geht es ihr schlecht?

    Wirklich problematisch sind die beiden Punkte 1, 5 und 8. Auch ich hatte permanent das Gefühl, mein Leben auf die Minute verplant zu haben. Ich bin mit dem Auto zur Arbeit gefahren (45 Minuten eine Strecke). Nachmittags durfte nirgendwo ein Stau sein, sonst verpuffte mein zehnminütiges Zeitfenster, mich runterzufahren bis mein jüngerer Sohn nach Hause kam (der größere war nach der Schule jeden Tag 3 Stunden alleine zu Hause). Krankheiten waren meine Horrorvorstellung. Denn wie wir alle wissen: Ist ein Virus erst einmal in der Familie, treibt er sich gerne eine ganze Weile dort herum. Nach dem 2. oder 3. Mal findet es der Arbeitgeber gar nicht mehr lustig. Tja, und die Termine: Wahnsinn, was man als Working Mum alles so in den Tag stopfen kann. Das funktioniert leider nur so lange, bis irgendwas aus dem Ruder läuft – und dann hängst du den verpassten Sachen wochenlang hinterher.

    Ich weiß, das klingt negativ. Ist es auch. Denn der Stress, der sich nach und nach in einem aufbaut, ist kaum mehr zu steuern. Ich habe drei Dinge gemacht, die mich wirklich zufrieden gemacht haben. Aber sie haben viel Mut gekostet.

    1. Ich habe meinen Job gekündigt – vor fast genau einem Jahr. Und ich hatte einen tollen Job, nette Kollegen und ein gutes Gehalt. Aber ich wusste: Irgendjemand in der Familie geht daran kaputt. Und ich war die Einzige, die steuern konnte, dass es nicht passierte. Ich hab’s durchgezogen und es hat weh getan.

    2. Ich habe mir einen Hund angeschafft: Nach meinem Mann und den Kindern die beste Entscheidung meines Lebens. Er ist da, wenn es dir gut geht, und wenn es dir mal nicht gut geht. er ist da, wenn die Kinder ihn brauchen – ein großer schwarzer Labrador mit Namen Sam. Du er zwingt dich, die Scheiß-Jacke und Gummistiefel anzuziehen, um auch beim dicksten Regen rauszugehen. Und plötzlich dankt es dir dein Immunsystem 🙂

    3. Ich habe mich selbständig gemacht. Ich war PR-Frau und Social Media Managerin, ähnlich wie Du. Jetzt gehe ich dem Texten, meiner Leidenschaft nach, und mache Community Management – mit ganz tollen Aufträgen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Mit Angeboten, aus denen ich mir aussuchen kann, was thematisch zu mir passt. Erst einmal arbeite ich für mich alleine und mit einem Netz aus Freiberuflern, wenn ich mal zu viele Aufträge habe. Klappt toll! Was die Zukunft bringt? Mal sehen.

    Weißt Du, was am allerbesten ist? Dass mein großer Sohn (2004 geboren) von der Schule nach Hause kommt und mir sagt: „Mama, das Beste am Tag ist, dass ich nach Hause komme und Du wieder da bist!“

    In diesem Sinne: Ein kleines und auch ehrliches Insight von jemandem, der weiß, wie schwer der Weg ist. Man muss versuchen, den besten Weg in der wilden Welt da draußen zu finden.

    Fühl Dich gedrückt, Simone

    (PS: ich habe mal einen ähnlichen Artikel wie Du verfasst – da war ich kurz vor der Kündigung: https://textzauber.net/2015/10/13/super-mums-ein-kritisches-plaedoyer-an-uns-selbst/)

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    1. Wow, Simone, das hört sich echt mega anstrengend an. Und ich kann dich gut verstehen, dass du das alles geändert hast.

      Aber weißt du, ich war das letzte Jahr selbständig und damit auch nicht sonderlich glücklich. Also mit der Ungewissheit, der finanziellen Lage, der Einsamkeit im Home-Office. Ich habe sehr dafür gekämpft, wieder angestellt zu sein. Und jetzt mache ich genau das, worauf ich richtig Bock habe.

      Klar, denke ich auch daran, wie das dann in einem Jahr ist, wenn mein Großer in die Schule kommt. Aber ich arbeite „nur“ zwei Vormittage im Büro und einen Tag ganztags – da ist dann aber mein Mann mittags zu Hause. Zwei Vormittage bin ich daheim. Und ich glaube, das ist für alle ein ganz guter Kompromiss.

      Auch wenn es super anstrengend ist, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich diesen Monat alles einspielt.

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  5. Eva

    Hei, den Fünfkampf kenne ich auch. Die kleine geht in den Betriebskindergarten. Einfache Strecke 45 min wenn nix dazwischen kommt.
    Ich arbeite 40h und hab auch Auslandsreisen im Repertoir. Haushalt sieht klassisch chaotisch aus, eine Putzhilfe hab ich nicht. Mein Pferd geb ich nicht ab und ist erst abends um 9 dran. Wie das geht? Ich hab ehrlich keine Ahnung. Ich arbeite einfach alles der Reihe nach so ab wies kommt. Meine Zeit für mich ist dann nachts ab 11. um halb 7 geht der Tag weiter. Ich glaub der Trick besteht einfach darin tiefenentspannt zu sein. Geht was in die Hose dann ist das so. Draus lernen und weiter geht’s

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  6. Und nichts muss perfekt sein. Bei mir bleibt dann eben der Haushalt liegen. Arbeite 27 Stunden die Woche. Der Fahrtweg zur Arbeit ist kurz mit ca. 10 bis 15 Minuten. Ich bin alleinerziehend mit einem 4jährigen Sohn. Da hab ich nicht den Luxus, mal eben den Job kündigen zu können. Bin auch lieber fest angestellt, als allein daheim in die Tasten kloppen zu müssen. 😉

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  7. Supermum

    Brotzeit statt Burger, Isarcard statt Fahrkartenautomat, Zeitschriften (Die Gala – hurra 🙂 in der Sbahn lesen und wie wäre es mit einer Putzfrau? Die erleichtert mir mein Leben seheher. 😉

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  8. Marianne

    Ich arbeite 35 Stunden pro Woche und habe zwei jungs und keine Oma oder haushaltshilfe die mir mal was abnimmt. Ich glaube bei mir klappt es so stressfrei, weil wir mitten in der Stadt wohnen. Schule, kita, Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten, usw alles in einem ein Kilometer Radius. Das spart unglaublich Zeit.

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    1. Das klingt echt praktisch. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Wir wohnen auf dem Land. Ich empfinde es schon als Luxus, dass wir Post/Kiosk, Bäcker, Kindergarten und Fußballtraining in Laufnähe haben. Wobei ich meist doch das Auto nehme, weil ich danach Einkaufen, zur Arbeit oder sonstwo hin muss. Der Arbeitsweg klaut die meiste Zeit.

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  9. Nicole

    Hi!
    Mir persönlich hilft die programmierbare Waschmaschine sehr: die Wäsche wird bereits farbig sortiert gesammelt, und sobald eine Ladung voll ist stelle ich sie per Zeitvorwahl so ein, dass sie pünktlich zum Feierabend fertig ist.
    Manchmal sortiere ich mit einem XXL-Wäschenetz schon vorab, welche Wäsche anschließend in den Trockner darf. Diesen Job übertrage ich dann gern meinem Mann! (Trocknerwäsche sortieren klappt nicht von ihm, deshalb das Netz: alles im Netz aufhängen, alles außerhalb in den Trockner )
    Komplette trocknergeeignete Wäsche wie Handtücher & Unterwäsche werden nach Feierabend gewaschen, dann brauche ich vor dem Schlafen nichts mehr aufhängen sondern kann alles direkt in den Trockner umschichten.
    Gebügelt wird vor dem 20.15-Film, dann geht es mir leicht von der Hand.
    Mittags hole ich mir gern einen Salat von der Frischetheke im Supermarkt. Finde ich lecker und besser als die Fertigen, wo man 90% Blätter und nur 10% Leckeres /Deko hat.
    Im Kindergarten ist übrigens der Winter erst Russisch Roulette: an jeder Gruppentür eine Auswahl an 3-4 ansteckenden Krankheiten, die gefährlichen (für Schwangere & Co) begrüßen einen schon am Haupteingang zusätzlich. Dazu der Hinweis, dass Kinder 24h fieberfrei sein müssen, was leider nicht alle Eltern so eng sehen…fantastisch :-/
    Meine Tochter ist übrigens auch mit 18 Monaten in den Kindergarten gekommen, und ist überraschenderweise entgegen der Prognose von Erziehern (60% der Zeit fehlen die neuen Kinder im ersten Jahr krankheitsbedingt) ziemlich gesund. Hatte erst eine Grippe, aber bisher brauchte ich für sie noch keinen blauen Schein sondern konnte es über Gleitzeit regeln! Ist auch echt ätzend, einen blauen Schein zwischen Krankenkasse & Arbeitgeber pendeln zu lassen und anschließend auch noch auf Gehalt zu verzichten.
    Aktuell arbeite ich übrigens 30 Std und komme damit ganz gut klar.
    Nur der Haushalt bleibt etwas auf der Strecke, weshalb ich mich gern auswärts treffe 😀
    Bevor wir Besuch bekommen wird also nochmal extra geputzt (wir haben keine Reinigungskraft).
    Viel Erfolg!

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  10. Kampfkeks

    Ich kann Zappelfrau nur zustimmen: Besorg dir – wenn verfügbar – die Handyapp für deinen ÖPNV.
    Kenne ich aus dem Rhein-Main-Gebiet und wenn ich verpennt habe und grad noch so Bus & Bahn erwischt hab, konnte ich das Ticket immer noch schnell lösen.
    Super unkompliziert, schnell, kein nerviges Anstellen oder Wechselgeld suchen mehr.

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  11. Zeyno

    Ich lese dein Text das erste Mal. Richtig toll geschrieben.
    Ich wollte dir kurz etwas über mich erzählen. Ich habe zwei Söhne, beide gehen in den Kindergarten. Letztes Jahr hatte ich wieder angefangen zu arbeiten. 25 Std die Woche. 5 Tage. Fahrtweg wahren ca 20 min. Leider konnte ich keinen einzigen Monat durcharbeiten. Entweder Kinder oder ich krank. Nach ca 3 Monaten dann ganz schlimm, habe ich ein burnout bekommen. Ich war Dann noch 3 Monate krank geschrieben und habe mich dann entschlossen, meine restliche Elternzeit zu nehmen. Ich habe eine Therapie begonnen die mir sehr geholfen hat. Nun werde ich, wenn hoffentlich alles gut läufts, nächste Woche wieder anfangen zu arbeiten. Aber in einer andern Firma, Fahrtzeit mit dem Auto 5 min. Zu Fuß 15 min, direkt neben dem Kindergarten. Ich habe allerdings Mega große Angst, ob ich wieder einen Rückfall bekomme.

    Als ich das gelesen habe, was du geschrieben hast, habe ich mich wieder erkannt. So ging es mir letztes Jahr. Ich gebe dir einen Tipp, Versuch einen Gang runter zu schalten. Es muss nicht alles perfekt sein….

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  12. Hannah

    Bin auch eine Working Mum und manchmal gibt es einfach diese Tage ab denen nichts klappt…..Kind steht schon übel gelaunt auf und hat einem das, eigentlich selbst ausgesuchte, Frühstück um die Ohren. Durch das Gezeter beim Schuhe und Jacke anziehen, sind wir dann noch später dran. Selbst frühstücken?? Kann man vergessen. Was ich meistens aber trotzdem schaffe, ist mir noch schnell eine Portion Müsli in eine Tupperdose zu füllen, eine Packung Milch zu schnappen, Banane dazu und los geht’s. Dauert keine 5 Min. Oft nehme ich das auch für die Pause mit, wenn vom Abendessen nix mehr da ist.
    Es ist schwierig sich den Alltag so zu organisieren, dass nichts auf der Strecke bleibt. Aber nach einiger Zeit klappt es dann auch ganz gut. Man hetzt zwar trotzdem nur durch die Gegend, aber das dann irgendwann wenigstens organisiert 🙂
    Es wird besser!

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  13. Einfach abschalten

    Hallo zusammen,
    Wer soviel Zeit hat im Netz zu lesen und zu schreiben kann noch keine richtigen Zeitprobleme haben!
    Bitte auf das wesentliche konzentrieren!
    Und für Mutter & Söhnchen:
    bitte, bitte nicht nur umgangssprachlich drauflos tippen, das liest sich dann nämlich wie die Whatsap Klassengruppe meiner 14 jährigen Tochter.
    Das war mein erster Kommentar im Netz!
    Bin inzwischen 44 und meistens offline…
    Die Kleinkindphase war auch schon ohne Handydauernutzung schon anstrengend genug.

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  14. Hi, bei mir ist es auch der Haushalt und zudem meine Ernährung, die leiden. Ich arbeite gern und verbringe unglaublich gern Zeit mit meinem Baby. Aber putzen, Geschirr spülen, aufräumen… geht gar nicht mehr!
    Also versuche ich, Unordnung zu vermeiden und esse Brot zu Abend oder Spaghetti mit Fertigpesto…
    Ich sage immer: Arbeit und Baby ist kein Problem, aber wir brauchen Personal – jeden Tag, rund um die Uhr, zum Fläschchen reinigen, Brei kochen, Wäsche waschen und hinter mir her räumen!

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  15. hallo, Fahrtzeit und Pendeln machen oft schlechte Laune… Wieviele Stunden arbeitest du denn am Tag? 7 ?
    Aber eines habe ich nicht verstanden: wieso isst Du Mittag im Auto? Wieso nicht auch wie dein Mann oder deine Kollegen?
    LG!

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  16. Mami

    Der größte Zeiträuber ist ein Handy. Ich nehme meines eigentlich nicht mehr mit, sondern nutze es nur als „Festnetztelefon“. Hilft ungemein.

    Nun zu mir: ich bin 36, alleinerziehende Mama, ohne Oma/Opa. Mein Sohn ist 20 Monate alt. Die Krabbelstube hat von 06:45 bis 14:00 geöffnet, am Freitag nur bis 13:00.

    Als ich noch kein Kind hatte, machte ich mich um 06:00 auf den Weg zur 25 km entfernten Arbeitsstelle. Dies nahm 25 Minuten in Anspruch. Hab um halb sieben zu arbeiten begonnen und war um 15:00 fertig. Zeit für Fitnesscenter, Freunde, shopping, etc…

    Den Job hab ich noch immer. Da der KiGa aber erst um 06:45 aufsperrt komme ich jeden Tag in den Berufsverkehr. Zeit zum Arbeitsplatz: 1,15 Stunden. Dort bleibe ich bis 13:15 weil ja der KiGa um 14:00 zusperrt. Mein Kind ist immer das letzte das geholt wird, und ich Ernte deshalb immer vorwurfsvolle Blicke/Kommentare der Helferin, die extra wegen meinem Sohn ihre volle Dienstzeit absitzen muss.

    Danach mache ich mit dem Kleinen Einkäufe, Haushalt und wir kochen uns etwas zu essen. Der Kleine hilft mit (Küchenkastl ausräumen), spielt mit den Kochtöpfen oder läuft herum.

    Anschließend geht’s raus in den Park und sieben schläft er. Danach ist Mami Time. Da mache ich dann meine Sachen, lese ein Buch oder lade Freunde ein.

    Ich bin relaxed, der Kleine auch. Ich glaub, es kommt auf die Organisation an. Denn trotz echt miserabler KiGa Öffnungszeiten und Berufsverkehr läuft alles Bestens…

    Nur krank dürfen wir nicht werden…

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  17. Marion

    Ich kenne das nur zu gut!
    5 Uhr aufstehen Mails checken spüler ausräumen/ einräumen
    Arbeite 40 Stunden . Habe aber meinen Partner in die kinderabholzeiten mit einbezogen ( mitgegangen mitgefangen) Läuft zwar mehr chaotisch da wir beide keinen Job haben der es erlaubt alles stehn und liegen zu lassen und einfach mal so Feierabend zu machen.
    7:15 Kiga öffnet 7:35 -> Stauende für ca. 7 km noch 30 Minuten 😉
    Dannach gibt’s Kaffee Kaffee Kaffe und Arbeit bis zum Umfallen bis um 15:50 Der Handy Wecker klingelt–> Kinder abholen… Kiga schließt 16:30 und bitte überpünktlich da sein da die Damen ja auch ihren Feierabend wollen… Gedanken beim Wecker klingeln… hoffentlich kein Stau : -D
    Dann das übliche kurze Besorgungen Abendbrot Spielzeit mit den kleinen Ladung Wäsche in die Waschmaschine Kinder ins Bett .. „nur noch kurz homeoffice“ bis die Waschmaschine sich meldet–>fertig raus und ab in den Trockner… Bügeln???? Nur bei Bedarf….
    Man lann noch so organisiert sein.. irgendwas ist immer

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