Offene Türen & Sonnenschein – Freitagslieblinge am 2. Juni

Ich liebe den Sommer. Sind diese Sonnentage nicht herrlich? Ich habe das Gefühl, dass die Tage nur so verfliegen.

Diese Woche gab es reichlich Sonne, Eis, Erdbeeren und Wasser. An zwei Tagen war unser Garten voller Kinder, die konzentriert Wasserbomben befüllt und verknotet haben, um sich danach laut kreischend abzuwerfen. Eigentlich war der feine Herr immer nur mit einem Kind verabredet. Aber wenn die Nachbarskinder spontan vorbeikommen, ist das für den feinen Herrn einfach klasse. Vor allem wenn dann fünf seiner Freunde gleichzeitig da sind. Und ich mag denk Gedanken, dass unsere Tür immer für Freunde offen steht einfach. Weiterlesen „Offene Türen & Sonnenschein – Freitagslieblinge am 2. Juni“

Papa ist der Größte – Leben mit Papakindern

Es gibt diese Kinder, bei denen ist die Mama das Licht. Das Licht, das sie wärmt, den Weg weist und einem Trost und Geborgenheit spendet. Das Licht, das sie magisch anzieht. Und sie zirkulieren um diese strahlende Muttergestalt wie kleine Motten. Nur die Mama kann trösten, tragen, helfen und nur sie kann kuscheln, genau wie Frida von 2kindchaos beschreibt. Und der Papa? Ist abgeschrieben.

Ich stelle mir das sehr sehr anstrengend vor. Denn hier kenne ich das nicht. Meine Jungs sind eher Papakinder. Oder eher gesagt: Der Rabauko ist ein absolutes Papakind, während der feine Herr sich die Rosinen rauspickt und phasenweise oder ganz situationsbedingt den ein oder anderen von uns beiden bevorzugt.

„Nein, der Papa soll das“

Und so schleppt Mama die schweren Einkäufe, damit der kleine Knirps getragen werden kann. Von Papa natürlich. Der Papa fährt den Buggy. Nur der Papa kann die Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Und nur er kann bei einem Alptraum trösten, während ich als Mama vom weinenden und kreischenden Kind weggeschickt werde. Schon als Babys trug er seine Söhne stundenlang im Fliegergriff durch die Wohnung, bis sie aufhörten zu schreien. Bei mir klappte das nie. Weiterlesen „Papa ist der Größte – Leben mit Papakindern“

Vollzeitjob Mutter: Warum ich Gehaltsrechnungen zum kotzen finde

Vor ein paar Tagen flatterte mir eine Mail ins Postfach. Ein Dienstleistungsunternehmen hat nämlich zusammen gerechnet, wie viele eine „Vollzeit-Mama“ eigentlich verdienen müsste. Denn so eine Übermutti deckt immerhin dreizehn Dienstleistungsberufe ab. Kinderbetreuung, Kochen, Putzen, Gartenpflege, Wäschewaschen, Fahrdienste, Dekorations- und Aufräumdienst usw. Und man kommt auf ein Jahresgehalt von stolzen 70.000 Euro. BÄM. Ein Haufen Asche.

Sorry, aber mir steigt bei so einer Milchmädchenrechnung echt die Galle hoch. Ja, vielleicht ist das wirklich edel gedacht. Um die Leistung von Hausfrauen anzuerkennen. Aber ich finde diesen Gedanken auf so vielen Ebenen falsch. Versteht mich nicht falsch – der Alltag mit Kindern ist kein Ponyhof und jedes Elternteil kommt an seine Grenzen. Das weiß auch ich. Und ich möchte niemanden in seiner Leistung abwerten. Weiterlesen „Vollzeitjob Mutter: Warum ich Gehaltsrechnungen zum kotzen finde“

Barfuß & viel unterwegs – Freitagslieblinge am 26. Mai

Vorletzte Woche war ich echt krank. Eine richtig fiese Mandelentzündung mit Fieber und Kopfschmerzen hatte mich außer Gefecht gesetzt. Und dazu habe ich die Sonne nicht richtig genießen können, weil ich davon einfach nur noch mehr Kopfschmerzen bekommen habe. Oaaar. Dafür war dann diese Woche mit diesem wundervollen Sommerwetter einfach nur geil. Und wir waren so viel unterwegs, es war herrlich.

Wisst ihr, wenn es so warm ist und die Tage länger werden, dann bin ich viel besser gelaunt und einfach entspannter. Die Jungs laufen barfüßig bis spät abends im Garten herum, die Füße voller Erde, die Haare leicht verschwitzt und mit dem Duft von Sonne und Sommer. Ich liebe das einfach. Weiterlesen „Barfuß & viel unterwegs – Freitagslieblinge am 26. Mai“

Reise in die Kindheit

Wir packen unser Auto, denn wir fahren in den Urlaub. Nach Ungarn. Der erste Urlaub meines Lebens an den ich mich heute erinnern kann. Es ist 1985 und ich bin fast fünf Jahre alt. Ein Teil unseres Gepäckes ist schon im Urlaub. Das haben Oma und Opa mitgenommen, denn sie haben das Ferienhaus gemietet, in dem wir alle zusammen wohnen. Und weil wir für die Reise etwas länger brauchen, sind sie schon vorgefahren.

Also muss zum Glück nicht so viel rein, in unseren Mini. Trotzdem hat mein Papa die Rückbank ausgebaut, die er nun durch Koffer ersetzt. Ich mache mir mit meiner Decke auf den Koffern ein schönes gemütliches Lager. So kann ich auch viel besser schlafen, wenn ich müde werde.

Meine Eltern rauchen auf der Fahrt und wir haben oft das Fenster auf. Der Wind weht mir ins Gesicht. Es ist warm, windig und langweilig. Aber irgendwie gemütlich. Auf halber Strecke machen wir Halt und übernachten in den Bergen. Dort gibt es einen Wasserfall. Das Hotel ist irgendwie alt.  Weiterlesen „Reise in die Kindheit“

Geschwisterstreit und Geschwisterplüsch

Da stehen die zwei schreien voreinander, wie so kleine Brüllstiere. „Du bist ein Dummer, pffffpppf.“ Der Rabauko zieht die Zunge zurück in seinen Mund, grinst frech, die kleinen Fäustchen meines Zweijährigen sind geballt. Während der feine Herr mit zornesrotem Gesicht zum Schlag ausholen will. Bevor sich zu den Tränen der Wut noch Schmerzgeheule mischt, greife ich lieber ein. Beleidigungen und Hauen, das geht gar nicht.

Der Grund des Streits? Braucht man den überhaupt? Meistens sind es Kleinigkeiten. Ein unspektakuläres Spielzeug, was urplötzlich das einzige im ganzen Haus ist, mit dem beide spielen wollen. Kaum zu glauben, aber da wächst sogar beim fast Schulkind die Begehrlichkeit nach quakendem, blinkenden und sprechendem Kleinkindspielzeug. Denn das ist schließlich einmal ihm gewesen!

Streit gibt es auch, über die Fernsehsendung, die der eine schauen mag, aber der andere nicht. Oder der letzte Jogurt, die letzte Banane oder der letzte Schokoriegel, die nicht geteilt werden wollen. Das Gebaute, das zerstört wurde. Es gibt so viele Gründe für Brüderkämpfe.

Ist das so n Jungs Ding? Oder machen das alle Geschwister? Weiterlesen „Geschwisterstreit und Geschwisterplüsch“